Eat & Style: München, wie es isst

Vor meinem Besuch auf der MunichTime am vergangenen Freitag verbrachte ich den Vormittag auf der Eat & Style. Die Verbrauchermesse für Kochen, Lebensmittel und Genuss gastiert jedes Jahr in drei Städten. Nach dem Start in München ist die Ausstellung auch in Hamburg und Stuttgart zu sehen. Die Größe der Ausstellungsfläche ist so bemessen, dass man sie ohne Anstrengung durchqueren und eine Vielzahl der vertretenen Marken begutachten kann.

Neben der Hauptausstellung in der Zenith-Halle war ein separat zugängliches Spiegelzelt aufgebaut, in dem Einrichtungsartikel gezeigt wurden. Gemütlich eingerichtete Sitzecken und gedämpftes Licht sollten die Besucher zu einer ausgiebigen Pause animieren und machten ein Fortsetzen des Rundgangs umso schwerer. Wer sich aus den Kissen aufraffen konnte, wurde aber mit Live-Kochshows von Chakall, Stefan Marquard und Alexander Herrmann belohnt. Zum live cooking werde ich in einem eigenen Beitrag noch etwas mehr berichten.

Zurück in der Zenith-Halle habe ich mich vor allem in der sogenannten Markthalle aufgehalten, in der Lebensmittelhersteller ihre Produkte präsentieren konnten. Neben alten Bekannten wie etwa dem Weingut im Zwölberich konnte ich auch einige neue Entdeckungen machen. Besonders interessant waren die perfekt gestalteten Gewürz-Sets der Werbeagentur Paper Pleasure, die ursprünglich nur als Kundengeschenke gedacht waren. Aufgrund der großen Nachfrage sind sie, zusammen mit einem Gewürz-Adventskalender, nun für jedermann online erhältlich.

Wintergrillen auf der Eat & Style

Mein persönliches Highlight war der Themenbereich Wintergrillen. Auf einem Freigelände zwischen Kesselhalle und Zenith zeigten Grillprofis und Feuerstellenkonstrukteure, was man alles aus der archaischen Garmethode herausholen kann. Am großen Stand von HaJaTec gab es zum Beispiel zarte Rippchen und Wagyu-Steaks vom vermutlich besten Holzkohlegrill der Welt. Ein wahrer Genuss! Dank einer speziellen Filtertechnik entstehen in dem massiven Edelstahlgrill keine giftigen Dämpfe, was sogar einen Indoor-Einsatz möglich macht.

Luft nach oben

Bei aller Begeisterung für einige der gezeigten Garmethoden und Produkte bleibt aber noch etwas Luft nach oben für die Organisatoren der Eat & Style. So kosten viele der Gerichte und Vorführungen – wie zum Beispiel das Rioja-Weinseminar – trotz des Eintrittspreises von 13 Euro nochmals extra. Einige der Gäste wirkten ob dieser Doppelbezahlung etwas verwirrt, was man durch einen höheren Eintrittspreis, mit dem wirklich alle Stationen der Ausstellung abgegolten sind, leicht hätte vermeiden können. Alles in allem ist die Eat & Style aber unbedingt einen Besuch wert.

05. November 2012 von Florian S. Küblbeck
Kategorien: Kulinarik | Schlagwörter: , , | 1 Kommentar

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